Vorverpacktes Obst und Gemüse

November 2018

Antragsteller AK Umwelt & Energie

Vorverpacktes Obst und Gemüse

1. Das Umweltbundesamt wird angehalten, die Höhe der Lizenzentgelte für vermeidbare Einwegverpackungen, insbesondere bei frischem Obst und Gemüse, anzuheben.

2. Es ist darauf hinzuwirken und es sind Instrumentarien zu entwickeln, den losen Verkauf von Obst und Gemüse zu Ungunsten von Vorverpackungen zu fördern. Obst und Gemüse wird in Deutschland immer mehr verpackt verkauft – mittlerweile über 60 Prozent. Eindrückliches Beispiel ist die geschälte Banane, die eingeschweißt auf Kunststoffschale angeboten wird. Seit 2010 hat sich das Verpackungsaufkommen für frisches Obst und Gemüse unterschiedlich entwickelt: Verpackungen aus Papier/Pappe/Karton wurden reduziert, während Kunststoffverpackungen zunahmen. Vergleicht man die Entwicklung des Verpackungsaufkommens mit der Entwicklung der Füllgutmenge, zeigt sich, dass anscheinend die Packgrößen kleiner und die Kunststoffverpackungen materialintensiver werden (z.B. Schalen statt Folien). Der Materialaufwand bei vorverpackter Ware ist deutlich höher als bei den so genannten Knotenbeuteln aus Kunststoff oder Papiertüten (Serviceverpackungen). Auch wenn mittelfristiges Ziel sein muss, auch solche Knotenbeutel aus Kunststoff zu verdrängen, liegt der Anteil von Verpackungsmüll bei „lose verkaufter Ware“ deutlich niedriger und ist damit zu fördern.