Einschränkung von Plastiktüten und Einwirkung von Mikroplastik auf Ökosystem und Fischerei

Juni 2016

PM 16-2

CDU Bodenseekreis begrüßt freiwilligen Verzicht auf Plastiktüten Der angekündigte Verzicht des SupermarktGroßkonzerns REWE zukünftig keine Plastiktüten mehr in den Umlauf bringen zu wollen, wird von Seiten der CDU Bodenseekreis als positives Signal gewertet. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Umwelt & Energie, Volker Mayer-Lay, sieht hierin nach dem Beschluss der Europäischen Union im Jahr 2015 zur Reduzierung von Plastiktüten eine weitere wichtigen Etappe zur schrittweisen Reduzierung von Plastik als Verpackungsmaterial. Dieses stelle eine Gefahr für die gesamte Nahrungskette dar, wenn das Plastik in kleinste Teilchen, sogenanntes Mikroplastik, zerfällt, an welchem Schadstoffe haften bleiben. In dieser Woche wurde die Meldung publik, dass Forscher der schwedischen Universität Uppsala herausgefunden haben, dass in Gewässern mit einer hohen Mikroplastik-Belastung weniger Fischbabys als normalerweise schlüpfen, die Fische langsamer wachsen und ein unnormales Fressverhalten an den Tag legen, da sie Plastikteilchen ihrer natürlichen Nahrung vorziehen. Auch sind die belasteten Fische behäbiger und reagieren schlechter auf Raubfische. In der aktuellen Debatte um die Fangerträge im Bodensee und sollte auch dieses Thema nicht aus den Augen verloren werden, so Volker Mayer-Lay. Momentan seien laut Informationen des Seenforschungsinstituts Langenargen die Mikroplastikwerte im Bodensee zwar noch nicht so dramatisch wie in manchen anderen Gewässern. Damit dies aber auch in Zukunft so bleibe, sei ein Umdenken der Verbraucher was Plastikverpackungen und Produkte mit Mikroplastik angeht, unbedingt notwendig, so Mayer-Lay weiter. Die CDU Bodenseekreis setzt sich bereits seit dem Jahr 2013 aktiv mit politischen Forderungen für eine Reduzierung von Mikroplastik ein