Aquakulturen und Fischerei im Bodensee

März 2018

Kreisparteitag 10.März 2018

Zu Aquakulturen sowie zum Nahrungsangebot des Wildfisches im Bodensee

Antrag A

Antragsteller: AK Umwelt

Betreff: Der Kreisparteitag möge beschließen:

1. Die Landesregierung wird aufgefordert, gegen Fischzuchtgehege (Aquakultur) im Bodensee einzutreten.

2. Die Landesregierung wird aufgefordert, ökologisch vertretbare Möglichkeiten von Alternativen einer Aquakultur – insbesondere für die Felchenzucht – außerhalb des Bodensees zu überprüfen. 3. Die Landesregierung wird aufgefordert, Möglichkeiten zu überprüfen, das Nahrungsangebot für den Wildfisch im Bodensee durch Lokalisieren und Ausschalten von Störfaktoren zu erhöhen.

Begründung:

Mit diesem Antrag wird die bereits länger bestehende politische Position der CDU Bodenseekreis erstmals durch Mitgliedervotum konstatiert. Auch der Kreistag des Bodenseekreises hat sich zwischenzeitlich gegen Aquakulturen im Bodensee ausgesprochen. Den Bedenken der Berufsfischer selbst (die weiterhin für den Fang von Wildfisch eintreten und für die sich eine Konkurrenzsituation ergeben würde), der Bodenseewasserversorgung sowie von Naturschutzverbänden wird mit diesem Antrag Rechnung getragen. Alternativen, solche Zuchtmöglichkeiten nicht im sondern am See durchzuführen, können jedoch aufgrund der großen Nachfrage auf dem Markt bedeutsam sein. Sie sollen daher in Betracht gezogen und daher – insbesondere auf ökologische Vertretbarkeit und Sinnhaftigkeit hin – überprüft werden. Um den Nährstoffgehalt des Sees auf ökologisch unbedenkliche Weise zu erhöhen oder/und die vorhandenen Nährstoffe in die wichtigen Wasserschichten „zum Fisch“ zu bringen sind ebenfalls Alternativen zur nicht akzeptablen künstlichen Phosphaterhöhung zu überprüfen und Störfaktoren im See zu lokalisieren.